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Der Heimatort Markthausen (1938 Popelken ):

Popelken wird zuerst in den litauischen Wegeberichten 1384 erwähnt, worin gesagt wird, dass die Leitsleute von Laukischken nach Rangit die Wege für die Ordensritter suchten.

Der Name hat eine riesige Metamorphose erfahren.

Der litauische Name Papelkiai wurde von den Deutschen in Popelken eingedeutscht und erst 1938 durch den deutschen Namen Markthausen ersetzt, der heute den russischen Namen Vysokoje trägt.

Die Bevölkerung des Ortes war eine Mischung  aus alteingesessenen Pruzzen, eingedrungenen Litauern, Kolonisten der Ordenszeit und Neusiedlern.


Bis zum 16Jh. gehörte diese Gegend zur großen Wildnis. Im 17 Jh. wurde das Kirchspiel stärker besiedelt.

Der Ort lag sehr günstig, es waren nur ca. 30 km bis Insterburg, ca. 35 km bis Tilsit und ca. 30 km bis Labiau.

Seit 1888 fand an jedem Montag der Wochenmarkt statt. Dazu kamen zweimal im Jahr der Rinder- und Pferdemarkt, sowie zweimal ein Jahrmarkt mit Karussells u.ä.. Zu allen Markttagen kamen auch die Händler des Kurischen Haffes und der Moosbruchbauern ( Fische, Zwiebeln, Kartoffeln usw.)

Der Kirchspielort hatte vor 1945 1220 Einwohner und 2 Hotels, 5 Gaststätten, 7 Lebensmittelgeschäfte, 3 Fleischereien, 5 Textilgeschäfte,  3 Tankstellen, 2 Drogerien, 1 Apotheke und viele andere Fachbetriebe, darunter 80 landwirtschaftliche Betriebe.

Am 19.Januar1945 wurde der Räumungsbefehl gegeben und die Flucht setzte ein. Die russische Armee besetzte den Ort am 20.Januar 1945.

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